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Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann - Begründer der Homöopathie
hahnemanngrabmal
Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde als Sohn eines Porzellanmalers kurz vor Beginn des Siebenjährigen Krieges in Meißen geboren ...

... seinen Schulabschluss absolvierte er 1775 an der Meißner Fürstenschule St. Afra, um dann 1776 ein Medizinstudium in Leipzig zu beginnen. Es begann eine Zeit des Umherziehens. Während eines Semesters in Wien war er Schüler des Universitätsrektors Joseph von Quarin, der zugleich kaiserlicher Leibarzt von Maria Theresia war. Dieser förderte Hahnemann sehr und nahm ihn zu Privatpatienten mit.

Von 1777 bis 1779 war er Hausarzt und Bibliothekar beim Gouverneur von Siebenbürgen. Er reorganisierte die Bibliothek, studierte unter anderem auch arabische Schriften und führte außerdem Studien zum Wechselfieber (Malaria) durch. Hahnemann erkrankte selbst auch. In Hermannstadt trat er den Freimaurern bei.

1779 beendete er erfolgreich sein Medizinstudium in Erlangen, wo er auch promovierte. Hahnemann übersetzte laufend medizinische Werke und verdiente sich damit ganz oder teilweise seinen Unterhalt. Eine erste Anstellung nahm Hahnemann ein Jahr später in Hettstedt an, ließ sich dann jedoch auch in anderen deutschen Städten nieder. Von 1782 bis 1785 wurde er Physikus im (damalig sächsischen) Amt Gommern. 1783 heiratet er hier die Tochter eines Apothekers. 1785 bis 1789 hielt sich Hahnemann in Dresden auf und konnte ein Jahr lang stellvertretend die Krankenhäuser der Stadt führen.

1784 veröffentlichte er eine kleine Abhandlung mit dem Titel: "Anleitung, alte Schäden und faule Geschwüre gründlich zu heilen". Darin äußerte er sich u. a. ausführlich zu hygienischen und anderen vorbeugenden Maßnahmen als wesentlichem Bestandteil des ärztlichen Denkens und Handelns.

1790 übersetzte der sprachbegabte Mediziner die Materia Medica von Cullen und begann daraufhin die Selbstversuche mit Chinarinde. Dies wird im Allgemeinen als Geburtsstunde der Homöopathie bezeichnet.

1796 stellte er das "Simile-Prinzip" (similia similibus curentur, dt. „Ähnliches heile Ähnliches“), die Auswahl der Arznei nach der Ähnlichkeit mit den Symptomen der Krankheit, erstmalig in einer der damals angesehensten medizinischen Zeitschschriften, Hufelands "Journal der practischen Arzneykunde", der Öffentlichkeit vor.

1805 ließ er sich in Torgau nieder, wo seine Praxis regen Zulauf hatte.

1810 veröffentlichte er sein Hauptwerk, das "Organon der rationellen Heilkunde". Dieses Buch erreichte zu seinen Lebzeiten fünf Auflagen, wurde jedes Mal ergänzt und verbessert und bekam immer mehr einen dogmatischeren Grundton. Deshalb wurde es auch später oft als Bibel der Homöopathie bezeichnet. Später eröffnete er eine ebenfalls sehr gutgehende Praxis in Leipzig. Hahnemann stellte die den Patienten verabreichten Medikamente selbst her. 1820 kam es deshalb zum so genannten Dispensierstreit zwischen ihm und den Leipziger Apothekern.

1821 wurde er auf Einladung des Herzogs Ferdinand Friedrich von Anhalt-Köthen Hofrat und Leibarzt in Köthen.

1830 starb seine erste Frau.

1835 heiratete er in Köthen die 45 Jahre jüngere französische Malerin und Dichterin Mélanie d'Hervilly (1802 - 1878). Mit ihr zog er nach Paris und führte dort bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1843 mit Hilfe seiner Frau eine international geschätzte Praxis, in der er besonders nach Verbesserung seiner Therapie strebte.

Am 2. Juli 1843 verstarb Hahnemann im hohen Alter von 88 Jahren und wurde zunächst auf dem Friedhof von Montmartre in Paris begraben. Später erhielt er seine letzte Ruhestätte auf dem Pariser Friedhof "Père Lachaise".

 

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