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... die Konsequenzen
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Die ausführliche Lebensanamnese

Um feststellen zu können, wie die chronischen Krankheiten einen Menschen beeinflussen, wird beim ersten Gespräch in der Praxis eine genaue Bestandsaufnahme gemacht, um zu sehen, welche Krankheiten und Beschwerden wann und aus welchen Gründen aufgetreten sind. Bereits am Ablauf der Schwangerschaft und bei den ersten Erkrankungen als Baby kann man die chronische Belastung erahnen.

Außerdem sind die Krankheiten der Vorfahren wichtig, um einzuschätzen, mit welchen Belastungen ein Mensch zur Welt gekommen ist und welches miasmatische Potential in ihm steckt.


Keine lokalen Behandlungen

Diese Tatsachen setzen als weitere therapeutische Konsequenz natürlich voraus, dass an den äußerlich sichtbaren Erscheinungen auf keinen Fall herumgedoktert werden darf, d.h. keine Behandlung mit Salben, keine Verätzung von Warzen. Dies nimmt uns die Möglichkeit, einschätzen zu können, welches Miasma aktiv ist und treibt die Krankheit weiter ins Zentrum des Menschen.


Hochpotenzen/Antimiasmatische Arzneimittel

Eine weitere therapeutische Konsequenz liegt in der Potenzfrage. Bereits Hahnemann hat darauf hingewiesen, dass bei chronischen Erkrankungen sogenannte Tiefpotenzen (Potenzen in denen noch Moleküle der Ausgangsubstanz zu finden sind) keine große Wirkung haben. Nur die Hochpotenzen sind in der Lage, die verstimmte Lebenskraft wieder in Richtung Gesundheit umzustimmen.


Heredität der Miasmen – wie die Belastungen von Generation zu Generation weitergegeben werden

Die Nachfolger von Hahnemann, unter ihnen der amerikanische Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten John Henry Allen, haben Hahnemanns Theorie der chronischen Krankheiten weiter erforscht und entwickelt.

Hahnemann ging davon aus, dass die Miasmen erworben, d.h. in direktem Kontakt übertragen werden, bei der Psora genügt wirklich nur ein Streicheln des Menschen, bei den geschlechtlich übertragenen Krankheiten wie Syphilis und Sykosis der Geschlechtsverkehr.

Wir gehen heute von einer Heredität (Vererbbarkeit) der Miasmen aus und die Praxis bestätigt uns auch immer wieder diese Theorie.

Wir bekommen unsere Erkrankungsneigungen also schon von der Zeugung an mit auf den Weg. Dies sind leider auch die meisten Fälle, die wir heute in unseren homöopathischen Praxen vorfinden.

Vererbt wird das Potential, in einer bestimmten Form zu reagieren, syphilitisch mit zerstörerischen Krankheiten wie Geschwüre oder Risse, Fehlbildungen, sykotisch mit überschießenden Krankheiten wie Warzen, Polypen, Tumoren, Ausflüsse aller Art, mit tuberkulinischen Erkrankungen z.B. wiederkehrenden Ohrentzündungen, Bronchitiden, Asthma, Allergien, Migräne usw.

Heute beobachten wir die Cancerinie oder das Krebsmiasma als die zerstörerischste chronische Krankheit, die am schwersten zu behandeln ist, weil alle 3 Miasmen hereditär verschmolzen sind.


Iatrogenes Miasma

Hahnemann hat uns auch auf das iatrogene Miasma hingewiesen, das man heute noch häufiger als zu seiner Zeit beobachten kann. Durch allopathische Arzneimittel wird ein Organismus so gestört und die Lebenskraft so verstimmt, dass sie sich nicht mehr selbst davon befreien kann. Zu Hahnemanns Zeiten waren das die riesigen Mengen an Quecksilber oder Arsen, die v.a. die Syphilis-Patienten verabreicht bekamen. Heute ist es gar nicht mehr möglich, alle die Erscheinungen den jeweiligen chemischen Mitteln zuzuordnen, die die Patienten heute verschrieben bekommen.


Fazit

Bei den meisten Fällen, die wir heute in den homöopathischen Praxen zu sehen bekommen, handelt es sich um hereditär chronische Fälle, das bedeutet, dass das Potential weitergegeben wird, in einer bestimmten Art und Weise krankhaft zu reagieren, wenn gewisse Bedingungen erfüllt und die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Ein aufmerksamer Homöopath kann also bereits bei Neugeborenen und Säuglingen erkennen, in welche Richtung die miasmatische Belastung geht.

Es wird jedoch auch immer wieder im Laufe eines Lebens zu Miasmenwechseln kommen, auf die dann mit Wechsel des homöopathischen Antimiasmatikums reagiert werden muss.

 

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